- Next Generation Pilot (NGP) hebt Fahrerassistenz auf ein neues Niveau
- Erfolgreiche Erprobung mit einem XPENG L03 im Münchner Stadtverkehr
- Globaler Rollout vorbehaltlich folgender gesetzlichen Rahmenbedingungen
München/Dielsdorf, 17. Juli 2026 – XPENG ebnet den Weg ins autonome Fahren: Im Rahmen des XPENG Brand Day & New Product Launch Events in München am 16. Juli 2026 hat die chinesische Hightech-Automobilmarke jetzt bedeutende Fortschritte bei der nächsten Generation seiner intelligenten Fahrerassistenzsysteme bekanntgegeben. Der sogenannte Next Generation Pilot (NGP), der auf der zweiten Generation der Vehicle-Language-Action-Architektur (VLA 2.0) basiert, soll bereits 2027 weltweit eingeführt werden und autonomes Fahren auf Level-2++-Niveau ermöglichen – vorbehaltlich der gesetzlichen und regulatorischen Freigaben. Die Ankündigung dieser globalen Einführung des XPENG NGP folgt auf erfolgreiche Praxistests auf europäischen Strassen und entsprechende regulatorische Entwicklungen seitens der Vereinten Nationen (UN).
Von den Fähigkeiten des XPENG NGP haben sich He Xiaopeng, Chairman und CEO von XPENG, sowie Liu Xianming, Leiter des XPENG General Intelligence Center (GIC), im Münchner Strassenverkehr selbst überzeugt: Im neuen XPENG L03 (Energieverbrauch kombiniert 15,3-18,4 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Energieeffizienzkategorie: B/C – kombinierte Werte gem. WLTP vorbehaltlich der finalen Homologation), dem in München erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellten SUV-Coupé, fuhren sie durch die bayerische Landeshauptstadt. Nach der Testfahrt zeigte sich He Xiaopeng äusserst zufrieden mit den Ergebnissen und bekräftigte das Vertrauen des Unternehmens in die Leistungsfähigkeit der Technologie.
„Wir sind überzeugt, die vollen Funktionen von NGP (VLA 2.0) Anfang 2027 international ausrollen zu können“, erklärte He Xiaopeng. „Sobald die regulatorischen Voraussetzungen erfüllt sind, möchte XPENG als erster chinesischer Hersteller ein vollständig integriertes intelligentes Fahrsystem mit fortschrittlichen Bremsfunktionen auf den Markt bringen, das den internationalen Vorschriften entspricht.“
Die geplante internationale Einführung wird durch zwei wegweisende Beschlüsse der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE/WP.29) unterstützt:
- UNR 171 Series 02 (DCAS) schafft den regulatorischen Rahmen für urbane NGP-Funktionen und wird voraussichtlich Ende 2026 Bestandteil des europäischen Rechts.
- UNR ADS für automatisiertes Fahren der Stufen L3 bis L5 soll die Zulassung autonomer Mobilitätslösungen, insbesondere von Robotaxis der Stufe L4, weltweit deutlich beschleunigen.
Diese Entwicklungen legen das Fundament für die Einführung moderner Fahrerassistenz- und automatisierter Fahrsysteme in Europa und weiteren internationalen Märkten.
NGP (Next Generation Pilot) ist die intelligente Fahrtechnologie von XPENG, die Teil des unternehmenseigenen Turing AI Ökosystems ist. Sie basiert auf der zweiten Generation des Vision-Language-Action-Modells (VLA 2.0), das im November 2025 präsentiert wurde und nach Unternehmensangaben das branchenweit erste auf L4-Autonomie ausgerichtete Grundgerüst für die physische Welt liefert. Die Serienauslieferung in China begann im März 2026.
Die Software-Architektur verbindet Funktionen des assistierten Fahrens (L2) mit den Anforderungen zukünftiger autonomer Fahrsysteme (L4). Das erste serienmässige Robotaxi von XPENG auf Basis von NGP (VLA 2.0) befindet sich in China bereits in der internen Erprobung im Straßenverkehr.
Die öffentlichen Testfahrten in München bestätigen die Anpassungsfähigkeit von NGP (VLA 2.0) an europäische Verkehrsregeln und Fahrgewohnheiten. Das System demonstrierte unter anderem:
- das präzise Wahrnehmen und Reagieren auf besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger, Radfahrer und E-Scooter-Fahrer,
- sicheres Verhalten entsprechend lokalen Verkehrsgewohnheiten, beispielsweise der „Rechts-vor-Links“-Vorfahrtsregelung an unbeschilderten Kreuzungen.
Auch komplexe Verkehrssituationen wie enge Altstadtstrassen, Baustellen, Kreisverkehre oder frühzeitige Spurwechsel zur Umfahrung parkender Fahrzeuge wurden mit dem XPENG NGP erfolgreich bewältigt.
Zur weiteren Lokalisierung seiner Technologien betreibt XPENG ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in München. Dort werden unter dem Leitgedanken „In Europa, für Europa“ Produkte, Kundenservice sowie Ladeinfrastruktur speziell für den europäischen Markt weiterentwickelt.
Die VLA-2.0-Plattform basiert auf einer vollständig End-to-End arbeitenden KI-Architektur. Sie benötigt weder hochauflösende Karten noch LiDAR-Sensoren und lernt direkt aus realen Fahrmanövern, wodurch auf eine manuelle Datenannotation verzichtet werden kann. Dadurch lässt sich das System mit sehr grossen Datenmengen kontinuierlich verbessern.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die domänenübergreifende Nutzung derselben KI-Plattform für Pkw, Robotaxis, humanoide Roboter und fliegende Fahrzeuge. Die nötige Rechenleistung liefert der von XPENG selbst entwickelte Turing AI-Chip: In der Ultra-Version des neuen XPENG L03 kommen gleich drei Chips mit einer Gesamtleistung von bis zu 2.250 TOPS zum Einsatz.
Das Jahr 2026 steht für XPENG im Zeichen der technischen Vorbereitung sowie der regulatorischen Zulassungsprozesse. Ab 2027 plant das Unternehmen den internationalen Rollout von NGP (VLA 2.0) in jenen Märkten, in denen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Einführung erfolgt sukzessive per Over-the-Air-Update.
Mit den erfolgreichen Tests in München unterstreicht XPENG seinen Anspruch, intelligente Mobilität auf Basis künstlicher Intelligenz international voranzutreiben und die nächste Generation automatisierter Fahrfunktionen für globale Märkte bereitzustellen.